Was ein gutes Fernstudium in Betriebswirtschaft auszeichnet

Wer Betriebswirtschaft im Fernstudium studieren will, muss die Hochschule genau auswählen. Nur wenige BWL Fernstudiengänge helfen der Karriere.

BWL ist einer der beliebtesten Studiengänge in Deutschland. Ein allzu großes Wunder ist dies nicht, schließlich bietet ein Abschluss als Betriebswirt oder Diplom Kaufmann die Möglichkeit, in den verschiedensten Unternehmensbereichen zu arbeiten und Karriere zu machen. Dieser Tatsache sind sich auch viele Berufstätige bewusst, die einen Studienabschluss nachmachen und somit ihre Karriereaussichten verbessern möchten.

Nicht für jeden Interessenten kommt der Besuch einer klassischen Hochschule in Frage. Wer sich an einer normalen Universität oder Fachhochschule einschreibt, muss für sein Studium der Betriebswirtschaftslehre relativ viel Zeit aufwenden. Im Regelfall gilt es mindestens vier Jahre in Vollzeit zu studieren. Dies muss man sich jedoch erst einmal leisten können. Vor allem wenn man schon seit längerer Zeit berufstätig und daher an sein Einkommen gewöhnt oder sogar darauf angewiesen ist, kommt daher häufig nur ein Fernstudium in Betriebswirtschaftslehre in Frage.

Wo die Vorteile des Fernstudiums liegen

Fernstudiengänge können in der Tat eine Alternative zum klassischen Hochschulstudium vor Ort sein. Das Interesse ist sehr groß, weil sich die Möglichkeit bietet, berufsbegleitend zu studieren. Die Studenten können im Job bleiben, was wiederum bedeutet, weiterhin Geld verdienen und zum Beispiel auch weitere Stufen der Karriereleiter erklimmen zu können.

All dies ist möglich, weil ein BWL-Fernstudium eine freie Zeiteinteilung erlaubt. Die Studenten entscheiden selbst, zu welchem Zeitpunkt sie lernen möchten. Die meisten Berufstätigen, die auf diesem Weg studieren, lernen abends. Aber auch an den Wochenenden oder zu ganz anderen Zeiten ist es möglich, sich den Studieninhalten zu widmen.

Die Nachteile nicht außer Acht lassen

Prinzipiell zählt die Betriebswirtschaft zu den Studiengängen, die relativ gut per Fernstudium absolviert werden können. Bei den Wirtschaftswissenschaften kommt es nicht zwingend auf einen enormen Praxisbezug an. Ingenieure hätten diese Möglichkeiten oftmals gar nicht, weil bestimmte Inhalte vor Ort vermittelt werden müssten. Die Wirtschaftswissenschaften (nicht nur BWL, sondern beispielsweise auch VWL) gelten als vergleichsweise theoretisch, weshalb man relativ gut alleine lernen kann.

Das größere Problem besteht darin, dass das Angebot auf dem Markt sehr groß ist. Mittlerweile gibt es zahlreiche Hochschulen und Weiterbildungsanbieter, die entsprechende Studiengänge anbieten. Die Auswahl ist groß - ebenso wie die Unterschiede, die zwischen den einzelnen Anbietern existieren. Wer nicht aufpasst, erlangt einen Abschluss, der am Ende kaum einen Wert aufweist und daher auch nicht die beruflichen Möglichkeiten bietet, die man sich ursprünglich erhofft hat.

Bei Fernstudiengängen gilt es generell sehr vorsichtig zu sein. Aus Sicht vieler Leute (vor allem bei denjenigen, die sich für ein konventionelles Vollzeitstudium entschieden haben) ist ein solches Teilzeitstudium überhaupt nicht vergleichbar. Deshalb wird das Teilzeitstudium (besonders wenn es sich um ein Fernstudium handelt) relativ häufig als Studium zweiter Klasse betrachtet. Folglich ist es umso wichtiger, an einer möglichst namhaften Hochschule zu studieren, damit man bei späteren Bewerbungen nicht automatisch den Kürzeren zieht.

Fernstudium in Betriebswirtschaftslehre: Hinweise zu Bachelor und Master

Auch die Fernstudiengänge im Bereich der BWL wurden fast vollständig auf Bachelor und Master umgestellt. Beim Bachelorstudium gilt es eher als empfehlenswert, auf eine Fernuniversität zu setzen. Wer seinen Bachelor an einer Fernhochschule erlangt, hat später nämlich immer noch die Möglichkeit, einen Master auf anderem Wege zu machen. Es gibt viele namhafte Universitäten, die Masterstudiengänge im Rahmen von Teilzeitprogrammen anbieten - und diese Studienprogramme genießen zum Teil einen hervorragenden Ruf.

Wer einen Masterabschluss anstrebt (zum Beispiel den MBA) sollte sich genau überlegen, ob es eine vernünftige Entscheidung ist, an einer Fernuni zu studieren. Gerade hier kann sich der Ruf einer Fernhochschule deutlich auswirken: Wer Betriebswirtschaftslehre an einer renommierten Business School studiert hat, befindet sich klar im Vorteil. Wer genau weiß, dass er oder sie BWL studieren und später den Master / MBA machen will, könnte sich daher für den Bachelor entscheiden bzw. diesen berufsbegleitend per Fernstudium erlangen und später noch ein klassisches Teilzeitstudium an einer namhaften Business School absolvieren.

Die Kosten nicht vergessen

Gerade an Teilzeitstudiengängen und Fernstudiengängen verdienen die Hochschulen meist gutes Geld. Wie hoch die Studiengebühren bemessen sind, hängt ganz von der jeweiligen Hochschule ab. Grundsätzlich gilt: Man sollte nicht ausschließlich auf die Kosten achten. Zwar ist es immer gut, wenn Studiengänge möglichst preiswert sind, doch der Ruf der Hochschule ist nicht außer Acht zu lassen.

Außerdem kann es unter Umständen möglich sein, die Kosten des BWL-Studiums steuerlich geltend zu machen. Je nach Ausgangsituation können die Weiterbildungskosten in voller höher oder zumindest teilweise als Sonderausgaben steuerlich abgezogen werden. Diesbezüglich sollte man sich am besten schon vor Studienbeginn mit einem Experten in Verbindung setzen.