Weshalb das Praktikum für die Fachholschulreife so wichtig ist

Viele Studenten würden für ihre Fachhochschulreife gerne ein Praktikum überspringen, um Zeit zu sparen. Hier gibt es Tipps zu den Praktika.

Ein Fachhochschulstudium zeichnet sich gegenüber dem Universitätsstudium vor allem durch seine ausgeprägte Praxisorientierung aus. Im Mittelpunkt steht immer der Bezug zur Praxis, der unter anderem durch das Absolvieren von zwei Praktika intensiviert werden soll. Für die Studenten von Fachhochschulen bedeutet dies, zwei Praktikumssemester einlegen zu müssen, damit sie am Ende ihr Diplom oder ihre Bachelor-Urkunde erhalten.

Etliche Studenten räumen ein, dass ihnen im Prinzip ein Praktikum genügen würde. Sie wollen nur ein Praktikum während der Studienzeit absolvieren, um dadurch Zeit zu sparen. Das Ziel ist es, das Studium besonders schnell zu beenden, damit ein schneller Einstieg in die Berufswelt erfolgen kann. Im Endeffekt sind viele FH-Studenten darauf aus, die Fachhochschulreife so schnell wie möglich zu erhalten.

Wie man Praktika zu überspringen kann

Die Möglichkeit, ein Praktikum zu überspringen und dadurch schneller zum Hochschulabschluss zu gelangen, ist durchaus gegeben. Ob diese Möglichkeit besteht, muss die Studienleitung entscheiden. Wie entschieden wird, hängt wiederum davon ab, welche Leistungsnachweise ein Student erbringt. Ein solcher Nachweis muss sein, damit die Anrechnung bzw. Anerkennung des Praktikums erfolgen kann.

Es gibt verschiedene Leistungen, welche für die Fachhochschulreife als Praktikum anerkannt werden. Hierzu zählt beispielsweise eine abgeschlossene Berufsausbildung. Sofern die Ausbildung in enger Verbindung mit dem Studiengang steht, ist es unter Umständen möglich, dass das erste Praxissemester übersprungen werden kann und somit nach dem zweiten Semester der direkte Einstieg in das Hauptstudium möglich wird.

Aber auch andere Leistungen werden unter Umständen als Praktikum anerkannt. Zum Beispiel eine berufliche Tätigkeit, der Besuch einer bestimmten Schule oder schlichtweg andere Praktika, die vor der Studienzeit abgeleistet wurden. Im Endeffekt ist es nur wichtig, dass man über entsprechende Nachweise verfügt. Eine Praktikumsbestätigung muss der Studienleitung vorgelegt werden, damit eine Anerkennung möglich ist.

Für die Fachhochschulreife ruhig jedes Praktikum machen

Allerdings sollte man sich genau überlegen, ob man wirklich nur ein Praktikum während der Studienzeit machen will. Zwar mag es sehr reizvoll sein, ein Praxissemester zu überspringen und dadurch Zeit zu sparen. Doch hinsichtlich der späteren Jobmöglichkeiten bzw. den Aussichten bei der Bewerbung, kann es von Vorteil sein, zwei oder sogar noch mehr Praktika abgeleistet zu haben.

Berufserfahrung spielt heutzutage eine wichtige Rolle. Per Praktikum ist es möglich, diese Erfahrung zu sammeln und Einblick in verschiedene Berufsfelder zu erhalten. Gerade das erste Praktikum ist eher ein leichter Einstieg, während die meisten Studenten beim zweiten Praktikum erst richtig loslegen und dann bei sehr namhaften Unternehmen unterkommen. Dies hat für sie wiederum zur Folge, ihren Lebenslauf um eine bedeutende Position erweitern zu können, was beim Bewerben von Nutzen ist.

Außerdem dürfen die Kontakte nicht vergessen werden, die man während der Praktikantenzeit sammelt. Unter Umständen gelingt es, erstklassige Kontakte zu sammeln, wodurch sich einem später die Chance bietet, direkt nach Beendigung des Studiums im Unternehmen einzusteigen.