Per Aufbaustudium schneller zum Erfolg

Zahlreiche Studenten versprechen sich von einem Aufbaustudium großen beruflichen Erfolg. Jedoch ist solch ein Studium auch mit hohen Kosten verbunden.

Aufbaustudiengänge erfreuen sich einer zunehmenden Beliebtheit - und das nicht nur bei Studenten, sondern vor allem auch bei den Hochschulen. Immer mehr Universitäten und Fachhochschulen springen auf diesen Zug auf und bieten entsprechende Studiengänge an. Viele Studenten sind deshalb verunsichert und wissen nicht, ob sie sich am Arbeitsmarkt noch behaupten können, wenn sie solch ein zusätzliches Studium nicht absolviert haben. Ob dies wirklich so ist und welche Besonderheiten im Zusammenhang mit dem Thema Aufbaustudium stehen wird im Folgenden erläutert:

Aus Sichtweise der Studenten gibt es einen ganz wesentlichen Punkt der für die Teilnahme an diesen Studiengängen spricht. Es geht schlichtweg um die angeblich besseren Karrieremöglichkeiten, die Teilnehmer von Aufbaustudienprogrammen haben. Bei den meisten Studiengängen dieser Art handelt es sich Managementstudiengänge beziehungsweise um wirtschaftswissenschaftliche Studiengänge. Der beliebteste Aufbaustudiengang ist immer noch der MBA. Universitäten und auch die Medien beteuern immer wieder, dass die Teilnahme an entsprechenden Programmen zu einem richtigen Karrierebooster werden kann

Mit Aufbaustudiengängen schneller Karriere machen

Wie zu Beginn bereits angeschnitten wurden, nimmt die Anzahl der Hochschulen die entsprechende Studiengänge anbieten kontinuierlich zu. Die Einführung begründen die meisten Hochschulen fast immer damit, dass sie ihr Studienangebot erweitern möchten. Ein weiterer Grund könnte allerdings auch der sein, dass Universitäten und Fachhochschulen in MBA-Programmen und adäquaten Studiengängen eine sehr gute Einnahmequelle gefunden haben. Im Vergleich mit den üblichen Studienangeboten fällt nämlich auf, dass ein Aufbaustudium in aller Regel deutlich teurer ist. Die Kosten für einen MBA belaufen sich je nach Universität oder Business School auf rund 30.000 Euro – wobei es auch einige Programme gibt, die noch deutlich teurer sind.

Die hohen Studiengebühren scheinen jedoch viele der teilnehmenden Studenten nicht sonderlich zu kümmern. Sie spekulieren darauf, dass ihnen ein Aufbaustudium - möglichst an einer Eliteuniversität / einen Karriereschub bringt. Sie erhoffen sich in eine bessere Position in ihr vorheriges Unternehmen zurück zukehren - sofern sie denn vor Beginn des Aufbaustudiums schon beschäftigt waren. Einige Studenten haben auch das Glück, dass sie für die Studiengebühren nicht selbst aufkommen müssen. Es gibt immer noch Unternehmen, die ihren Mitarbeitern solch ein Studium finanzieren - doch die Anzahl derer nimmt immer stärker ab.

Dass ein Aufbaustudium den erhofften Karriereschub tatsächlich bringt, ist allerdings nicht gewiss. Denn es kommt auf mehr an, als nur auf eine entsprechende Hochschulausbildung. Erst im Job beziehungsweise im täglichen Geschäft zeigt sich wirklich, wer das Zeug zum Topmanager hat. Deshalb sollte man es sich sehr genau überlegen, ob man tatsächlich ein entsprechendes Studium absolvieren möchte.