Die Bewerbung für ein Volontariat sollte man gut überlegen

Ein Volontariat ist nicht immer die beste Ausbildung. Wer sich bewerben möchte, sollte sich zuvor genau über den Arbeitgeber und Jobchancen informieren.

In bestimmten Berufsfeldern ist es üblich, dass man als Volontär beginnt, um auf diesem Weg eine fundierte Ausbildung zu erhalten. Dies gilt besonders für die Medienbranche: Wer als Redakteur arbeiten möchte, muss im Regelfall ein Volontariat durchlaufen. Zwar ist dies nicht immer erforderlich (wer zum Beispiel von einer namhaften Journalistenschule kommt, kann ggf. auch direkt einsteigen), doch relativ häufig ist dieser Weg vorgegeben.

Das Volontariat ist als eine Ausbildung zu betrachten. Allerdings kann es nicht mit einer konventionellen Berufsausbildung verglichen werden. Der Ausbildungsschwerpunkt liegt auf der alltäglichen Arbeit, im Grunde wird nach dem Prinzip - learning by doing - ausbildet. Üblicherweise werden verschiedene Bereiche im Medienunternehmen durchlaufen, damit man die Zusammenhänge kennen lernt.

Das Volontariat gibt es nicht nur in der Redaktion

Nicht nur in der Redaktion, sondern auch in vielen anderen Bereichen arbeiten Volontäre. Es ist festzustellen, dass die Anzahl entsprechender Jobs sogar zunimmt. Immer mehr Unternehmen schreiben entsprechende Stellenangebote aus. Allerdings geht es nicht unbedingt darum, gut ausgebildete Mitarbeiter für die Zukunft heranzuzüchten. Leider zielen immer mehr Medienunternehmen darauf ab, Arbeitskräfte auf diesem Weg günstig zu beschäftigen.

Wenn einem die Möglichkeit eingeräumt wird, außerhalb der Redaktion ein Volontariat zu machen, sollte man besser vorsichtig sein. Relativ häufig geht es den Unternehmen ausschließlich darum, günstige Arbeitskräfte einzustellen. Häufig handelt es sich um Hochschulabsolventen, die im Grunde eine erstklassige Ausbildung durchlaufen haben. Doch anstatt sie von Beginn in voller Höhe zu bezahlen, wird auf die Volontariatsausbildung gesetzt, was letzten Endes bedeutet, maßgebliche Abschläge bei der Bezahlung in Kauf nehmen zu müssen.

Sich vorher über die Ausbildungsinhalte informieren

Wie einleitend bereits erwähnt wurde, handelt es sich bei einem Volontariat um eine Ausbildung. Jedoch kommt es häufiger vor, dass Volontäre klassischen Arbeiten nachgehen und der Aspekt der Ausbildung zu kurz kommt. Dementsprechend wäre auch eine höhere Vergütung fällig, weshalb man im Vorfeld erfragen sollte, mit welchen Ausbildungsinhalten zu rechnen ist.

Am besten ist es natürlich, wenn im Unternehmen weitere Volontäre beschäftigt sind, mit denen man sich austauschen kann. Ein solcher Austausch birgt im Normalfall einen sehr hohen Nutzen: Es lässt sich in Erfahrung bringen, ob es sich lohnt, die Ausbildung zu durchlaufen und ob die Bezahlung gerechtfertigt ist.

Die Dauer der Ausbildung nicht unterschätzen

Über welchen Zeitraum sich ein Volontariat erstreckt, hängt ganz vom Arbeitgeber ab. Im Allgemeinen gilt, dass die Ausbildungsdauer zwischen 12 bis 24 Monate dauert. Gerade wenn tatsächlich vorgesehen ist, die ganzen zwei Jahre durchlaufen zu müssen, sollte man sich gut überlegen, ob der Job tatsächlich passt.

Unter Umständen ist es besser, sich nach Traineestellen umzusehen. Als Trainee durchläuft man eine ganz ähnliche Ausbildung, nur mit dem Unterschied, dass die Bezahlung häufig besser ist. Außerdem sind Traineeprogramme meist so aufgebaut, dass Abteilungen durchlaufen werden, die nicht ganz so eng miteinander verzahnt sind, wodurch ein noch tieferer Einblick in das Unternehmen erlangt werden kann.