Ein unbezahltes Praktikum kann trotzdem die richtige Wahl sein

Wenn ein unbezahltes Praktikum angeboten wird, sollte man nicht gleich ablehnen. Einige dieser Praktika können den Lebenslauf nämlich sehr gut aufwerten.

Als Praktikant ist man heutzutage stark im Unternehmen eingespannt. Zunehmend mehr Unternehmen setzen ganz bewusst auf Arbeitsunterstützung durch Praktikanten. Dies ist im Grunde sehr gut, weil somit gute Einblicke in die jeweiligen Unternehmen und Branchen erlangt werden müssen. Gleichzeitig kann man seine Arbeitsleistung unter Beweis stellen, sodass später womöglich eine Anstellung als fester Mitarbeiter lockt.

Wer richtig arbeitet, möchte dafür natürlich auch bezahlt werden. Doch wenn es um das Thema Bezahlung geht, sieht es in vielen Betrieben ganz schön mau aus. Zwar gelten die meisten Praktika als bezahlt, aber dennoch kommt es immer wieder vor, dass einige Studenten ein unbezahltes Praktikum machen müssen - zumindest wird ihnen vom Unternehmen nur diese Möglichkeit eingeräumt.

Das Desinteresse ist in solchen Fällen zumeist groß. Viele Praktikanten bemühen sich darum, möglichst noch eine weitere Zusage zu erhalten, ganz in der Hoffnung, dann mit Bezahlung arbeiten zu können. Allerdings ist dieser Weg gar nicht immer der richtige. Unter Umständen können unbezahlte Praktika durchaus eine akzeptable Variante darstellen.

Wann sich ein unbezahltes Praktikum lohnt

Beim Ableisten von Praktika geht es im Endeffekt nicht nur darum, den Anforderungen der Studienverordnung gerecht zu werden. Viele Studenten der Fachhochschulen machen die Praktika nur aus einem Grund, nämlich weil sie es müssen. Das Praktikumsstellen auch als Chance gesehen werden, ist leider nicht immer der Fall. Dabei sind die Möglichkeiten enorm. Wer bei einer guten Adresse bzw. bei einem namhaften Unternehmen unterkommt, kann seinen Lebenslauf mit einer solchen Station maßgeblich aufwerten, wodurch sich die Aussichten bei der späteren Jobsuche maßgeblich verbessern.

Vor allem wenn man ein Auslandspraktikum machen will, sollte man durchaus damit einverstanden sein, wenn es keine Vergütung gibt. Wer es beispielsweise schafft, bei einem namhaften Unternehmen im Ausland ein Praktikum zu machen, hat im Prinzip schon gepunktet. Eine solche Station kann einem später ganz andere Jobmöglichkeiten eröffnen. Natürlich wäre es noch schöner, wenn die Praktikumszeit bezahlt wäre, doch wenn die Adresse wirklich gut ist, kann man notfalls auch ohne Bezahlung auskommen.

Bei Praktika im Ausland bleibt einem häufig gar keine andere Wahl. Viele Unternehmen werden mit Praktikumsbewerbungen geradezu überschüttet, sodass sie sich ohnehin die besten Kandidaten aussuchen können. Folglich sind sie nicht unbedingt dazu bereit, Praktikanten zu entlohnen. Doch wie schon erwähnt wurde, kann das Praktikum den Einsatz trotzdem wert sein.

Wann die Bezahlung nicht fehlen darf

Anders sieht es natürlich aus, wenn man ein Praktikum im Inland machen will und ein Angebot vorliegt, das von einem nahezu bedeutungslosen Unternehmen vorliegt. Wenn einem gar keine andere Wahl mehr bleibt, weil beispielsweise die Zeit fehlt, kann in solchen Fällen ein unbezahltes Praktikum akzeptabel sein, sonst jedoch nicht. Da ist es besser, auf eine Entlohnung zu bestehen oder sich auf die Suche nach besseren Praktikumsstellen zu begeben.