Per Praktikumsvertrag alles Wichtige regeln

Es kann hilfreich sein, einen Praktikumsvertrag zu schließen. Praktikant und Unternehmen befinden sich dank Vertrag auf der sicheren Seite.

Praktikanten bleiben üblicherweise nur für relativ kurze Zeit im Unternehmen, weshalb es unüblich ist, dass Arbeitsverträge geschlossen werden. Relativ häufig werden lediglich mündliche Absprachen getroffen. Natürlich kommt es auch ganz auf das jeweilige Unternehmen an. Im Allgemeinen gilt: Je größer das Unternehmen, desto eher wird ein Vertrag geschlossen.

Anstelle eines Arbeitsvertrags wird üblicherweise ein Praktikumsvertrag geschlossen. Dieser Vertrag dient zur Absicherung beider Seiten. Es werden die Rechte und Pflichten des Praktikanten sowie des Unternehmens vertraglich vereinbart. Mit dieser simplen Maßnahme können sich beide Seiten gut absichern.

Hier wird der Praktikumsvertrag häufig geschlossen

Es sind vor allem große Unternehmen, die häufig auf diese Weise verfahren. Diese Unternehmen möchten sich absichern: Es soll klar geregelt sein, welches vertragliche Verhältnis zwischen den Parteien besteht, damit es im Falle eines Streits eine rechtliche Grundlage gibt. Dies gilt auch für den öffentlichen Bereich, wie beispielsweise die Verwaltung. Dort ist es üblich, dass Praktikantenverträge geschlossen werden. Selbst beim Schulpraktikum kommt dies häufig vor.

Wer den Vertrag aufsetzt, kommt ganz auf die jeweilige Situation an. Üblicherweise sind es die Unternehmen, die bereits vorgefertigte Verträge haben. Relativ häufig wird auf Muster zurückgegriffen, die man nur noch um die persönlichen Daten des Praktikanten ergänzt. Es ist aber auch möglich, individuelle Vereinbarungen zu treffen.

Sollte ein Unternehmen keinen Vertragsschluss anbieten, weil beispielsweise noch nie mit Praktikantenverträgen gearbeitet wurde, muss sich der Praktikant um dieses Thema kümmert. Manchmal bleibt keine andere Wahl, weil beispielsweise die Hochschulen (vor allem Fachhochschulen) auf die Schließung von Verträgen bestehen. In solchen Fällen greift man am besten auf Musterverträge oder Vorlagen aus dem Web zurück. Wichtig dabei: Man sollte den Vertrag im Vorfeld genau studieren - ein Vertragsabschluss ist für beide Seiten (Praktikant und Arbeitgeber) nur möglich, wenn in allen Punkten Einigkeit vorherrscht.

Den Vertrag genau lesen

Dies gilt auch für den Fall, dass der Praktikumsvertrag vom Unternehmen vorgelegt wird. Es gibt viele Praktikanten, die blindlings unterschreiben, ohne zu wissen, welche Vertragsbedingungen sie überhaupt anerkannt haben. Eine solche Vorgehensweise macht natürlich keinen Sinn: Als Praktikant sollte man genau wissen, was im Vertrag steht.

Sollten Unklarheiten oder Unstimmigkeiten existieren, gilt es darüber zu sprechen und ggf. auch zu verhandeln. Gerade was Themen wie Vergütung und Versicherungsschutz betrifft, so dürfen keine Unklarheiten bleiben und zugleich muss der Praktikant ausreichend abgesichert sein. Es macht übrigens auch keinen Sinn, hier als Praktikant einfach klein beizugeben: Wenn eindeutig unterschiedliche Ansichten bezüglich der Vertragsinhalte vorliegen, gilt es zu handeln. Einen Vertrag zu unterschreiben, mit dessen Inhalten man nicht einverstanden ist, gilt als äußerst riskant und sollte daher besser nicht erfolgen.