Wie Sie ein Praktikum in Neuseeland finden

Für die Karriere ist ein Praktikum in Neuseeland richtig gut. Doch die Vorbereitungen für Bewerbung, Visum und Co dürfen nicht zu kurz kommen.

Für so manchen Studenten sowie auch Abiturienten steht fest, dass das Praktikum auf jeden Fall im Ausland gemacht werden soll. Das Interesse an Auslandspraktika hat in den vergangenen Jahren ohnehin stark zugenommen: Noch nie zuvor gab es so viele junge Menschen, die ein Auslandspraktikum machen wollen.

Vor allem Länder, in denen Englisch gesprochen wird, stehen hoch im Kurs. Aber nicht nur England und die USA, sondern auch Australien und Neuseeland gelten mittlerweile als sehr gefragt. Besonders Neuseeland ist für Praktikanten sehr interessant, schließlich gibt es kein anderes Land, das in noch größerer Entfernung zu Deutschland liegt. Außerdem hat das Land eine ganze Menge zu bieten. Vor allem die Nähe zur Natur und beispielsweise die Möglichkeit, mit Tieren arbeiten zu können, reizen viele junge Menschen.

Das Praktikum bietet viele Chancen

Grundsätzlich ist es eine gute Idee, ein Praktikum in Neuseeland zu machen. Die Möglichkeiten, die das Land zu bieten hat, sind nämlich enorm groß. Und auch im Hinblick auf das Thema Karriere empfiehlt sich ein solches Praktikum. Wer eine solche Station im Lebenslauf aufweisen kann, befindet sich bei späteren Bewerbungen gegenüber anderen Bewerbern womöglich im Vorteil.

Im Grunde kann man mit einem solchen Auslandsaufenthalt nicht viel falsch machen. Wie schon erwähnt wurde, werden sehr viele Arbeitsmöglichkeiten geboten und zudem bietet sich die Chance, an seinen Englischkenntnissen zu arbeiten. Alles in allem gilt Neuseeland als gute Wahl für ein Praktikum im Ausland.

Eine gründliche Vorbereitung ist wichtig

Allerdings will ein solches Praktikum gut vorbereitet sein. Schon allein wegen der Entfernung muss alles stimmen. Es ist nicht so, dass man kurzerhand nach Deutschland zurückfliegen kann. Die Flugzeit ist enorm und auch die Kosten für den Flug dürfen nicht unterschätzt werden. Deshalb müssen alle wichtigen Dinge im Vorfeld geregelt sein.

Außerdem ist es nicht möglich, kurzerhand in Neuseeland einzureisen und dort einfach zu arbeiten. Außerhalb der EU gelten andere Regeln, weshalb das Thema Visum eine wichtige Rolle spielt. Ob man Schüler oder Student ist, macht im Endeffekt keinen Unterschied: Wer in Neuseeland als Praktikant arbeiten möchte, muss sich im Vorfeld um die Beschaffung eines Visums kümmern.

Beim Visum bestehen mehrere Möglichkeiten. Die erste Variante besteht darin, sich für ein klassisches Arbeitsvisum zu entscheiden. Es ist vergleichsweise schwer zugänglich, bietet aber Vorteile, bei der eigentlichen Arbeit. Man kann nahezu uneingeschränkt arbeiten und die Chance auf eine gute Bezahlung besteht auch.

Ein Working Holiday Visum (Work and Travel) stellt eine Alternative dar. Auch mit einem solchen Visum ist man zum Aufenthalt sowie zum Arbeiten in Neuseeland berechtigt. Es ist leichter zu bekommen, wobei es dafür umso wichtiger ist, sich um eine rechtzeitige Bewerbung zu kümmern. Im Grund bietet es die größte Flexibilität, da man den Arbeitgeber relativ leicht wechseln kann. Allerdings werden junge Menschen, die mit einem solchen Visum einreisen, meist weniger gut bezahlt. Dementsprechend ist es umso wichtiger, sich nach dem passenden Job genau umzusehen und auch mutig über die Vergütung zu verhandeln.

Die letzte Möglichkeit besteht darin, auf ein Studentenvisum zu setzen. Wer beispielsweise ein Auslandssemester in Neuseeland machen will, sollte auf dieses Visum setzen. Allerdings sollte geklärt werden, welche konkreten Möglichkeiten gegeben sind, um auch einem Job nachzugehen. Womöglich kann man nur ein unbezahltes Praktikum machen. Daher ist es ratsam, sich noch einmal beim Unternehmensansprechpartner vor Ort oder bei einer Botschaft zu erkundigen.

Stellen für ein Praktikum in Neuseeland finden

Bevor man nach Neuseeland reisen und dort im Praktikum arbeiten kann, gilt es natürlich erst einmal eine Praktikumsstelle zu finden. Diesbezüglich kann man unterschiedlich vorgehen. Wer studiert, sollte sich nach Aushängen in der Hochschule umsehen. Zwar kommt es eher selten vor, dass sich neuseeländische Unternehmen auf die Suche nach deutschen Praktikanten begeben, aber womöglich stößt man auf entsprechende Praktikumsangebote oder es können andere Kanäle der Hochschule genutzt werden.

Ansonsten gilt es sich auf Jobbörsen umzusehen. Es gibt mittlerweile einige Praktikumsbörsen im Internet, auf denen zahlreiche Anzeigen für Auslandspraktika zu finden sind. Am besten verschafft man sich erst einmal einen Überblick, indem man auf mehreren Jobbörsen stöbert. Anschließend legt man sich auf die Stellenportale fest, welche die beste Aussicht auf Erfolg bieten. Nachdem man entsprechende Praktikumsanzeigen gefunden hat, gilt es sich zu bewerben.

Eine weitere Möglichkeit besteht darin, auf Praktikumsvermittlungen zu setzen. Allerdings ist dieser Weg eher als Notlösung zu betrachten. Denn leider arbeiten die Vermittler nicht umsonst. Man muss dafür bezahlen, um in Neuseeland ein Praktikum machen bzw. dort arbeiten zu dürfen. So sollte es eigentlich nicht sein. Zwar mag der Service von großem Nutzen sein (vor allem weil meist nicht nur Unternehmen, sondern auch Wohnungen und Flüge vermittelt werden), jedoch hat diese Leistung auch ihren Preis. Sinnvoll ist es daher, das Neuseelandpraktikum selbst zu organisieren und nur im Notfall auf einen Vermittler zurückzugreifen.