Wie man ein Auslandsschuljahr findet und vorbereitet

Wer ein Auslandsschuljahr machen will, hat viele Möglichkeiten. Viele Organisationen bieten einen Schüleraustausch oder auch ein Stipendium an.

Es ist eine feine Sache, wenn man in das Ausland geht, um dort Erfahrung zu sammeln. Üblicherweise gehen Studenten und Abiturienten ins Ausland, um auf diesem Weg ihren Lebenslauf aufzuwerten bzw. um etwas für ihre Karriere zu tun. Allerdings braucht man nicht zwingend so lange zu warten. Ganz Mutige machen sich schon früher, nämlich während der Schulzeit auf den Weg. Ein paar Monate oder gleich ein ganzes Jahr im Ausland auf der Schule zu verbringen, kann sich nämlich richtig lohnen.

Gleich mehrere Gründe sprechen dafür, auf ein Auslandsschuljahr zu setzen. Vor allem die Möglichkeit, an den Fremdsprachenkenntnisse zu arbeiten, ist nicht zu unterschätzen. Wer beispielsweise ein ganzes Jahr lang Englisch gesprochen hat, verfügt über gute Kenntnisse, die im späteren Job nützlich sein können. Aber auch Selbständigkeit und kulturelle Erfahrungen, die ein Auslandsaufenthalt mit sich bringt, sind auf gar keinen Fall zu unterschätzen.

Für welche Schüler ein Auslandsaufenthalt empfehlenswert ist

Allerdings sollte man solch eine Entscheidung nicht vorschnell treffen. Als Schüler ist man für gewöhnlich noch relativ jung, weshalb man ein solches Vorhaben genau überdenken sollte. Am ehesten sind Schulaufenthalte im Ausland interessant, wenn man schon ein vergleichsweise hohes Alter erreicht hat und man die entsprechende Reife mit sich bringt. Im Endeffekt muss natürlich jeder Schüler für sich selbst entscheiden, wann dieser Zeitpunkt gekommen ist. Allerdings sollte die Belastung auf gar keinen Fall unterschätzt werden. Ein ganzes Jahr lang, bei beispielsweise einer Gastfamilie zu leben, ist längst nicht immer so einfach, wie es sich zunächst anhört. Hinzu kommt die Tatsache, sich in einem neuen Umfeld zurechtfinden und eingliedern zu müssen.

Ein konkretes Alter ist in der Tat nur schwer zu nennen, doch am ehesten ist ein Auslandsschuljahr für Abiturienten interessant. Allerdings haben die natürlich wieder den Druck, an ihrem eigenen Abitur arbeiten zu müssen. Deshalb ist es häufig am besten, den Aufenthalt im Ausland während der 10. oder 11. Klassenstufe zu machen, damit man anschließend zurückkehren und seinen deutschen Schulabschluss bzw. das Abitur machen kann.

Auf das richtige Land setzen

Bei der Frage nach dem Land tun sich natürlich viele Möglichkeiten auf. Hier kommt es im Endeffekt ganz darauf an, welche Fremdsprache man lernen bzw. wo man seine Fremdsprachenkenntnisse vertiefen möchte. Im Allgemeinen verhält es sich so, dass sich die meisten Schüler für einen Schulaufenthalt in einem englischsprachigen Land entscheiden. Vor allem England, die USA, Kanada, Australien und Neuseeland gelten als äußerst gefragt. Aber auch Frankreich, Spanien und Portugal sind gefragte Länder.

Ein ganz wichtiges Thema, das in diesem Zusammenhang zu erwähnen ist, ist die Erlaubnis, im jeweiligen Land leben und zur Schule gehen zu dürfen. Hierzu wird ein Visum benötigt. Weil Länder wie England bzw. Großbritannien, Spanien und Portugal zur EU zählen, sind die Formalitäten vergleichsweise schnell geklärt und der Schulbesuch kann im Regelfall ohne Visum erfolgen. Anders sieht es bei Australien, Kanada, Neuseeland und den USA aus. Ein Visum wird auf jeden Fall benötigt, weshalb es umso wichtiger ist, sich mit der Schule, ggf. den Schulbehören und weiteren Behörden abzusprechen. Gerade dieses Thema bereitet vielen Schülern sowie auch den Eltern gewisse Schwierigkeiten. Deshalb ist es umso wichtiger, sich mit der Thematik zu befassen – am besten schon sehr frühzeitig.

Das Auslandsschuljahr kann durch Organisationen erleichtert werden

Es gibt Schüler und Eltern, welche das Auslandsschuljahr selbst organisieren. In solch einem Fall muss natürlich ein besonders hoher Aufwand betrieben werden. Leichter hat man es, wenn man sich mit einer entsprechenden Organisation in Verbindung setzt. Es gibt verschiedene Organisationen, die Auslandsjahre für Schüler und auch einen Schüleraustausch ermöglichen. Im Allgemeinen ist es empfehlenswert, diesen Weg zu gehen bzw. Ausschau nach Anbieter zu halten und sich zu informieren.

Der Vorteil bei einem Schüleraustausch über eine Organisation besteht darin, dass einem ein Großteil der Arbeit abgenommen wird und vor allem auch auf Fachkompetenz zurückgegriffen werden kann. Schulen und sogar Wohnungen oder Austauschfamilien werden oftmals vollständig vermittelt, wodurch es sich wesentlich einfacher gestaltet, ein solches Vorhaben zu organisieren. Allerdings gilt es bei der Auswahl des Anbieters sehr gut aufzupassen. Viele Anbieter arbeiten profitorientiert, was unter Umständen bedeuten kann, dass immens hohe Kosten anfallen. Diesbezüglich ist auf einen Abbruch bzw. die vorzeitige Rückkehr zu verweisen: Einige Anbieter erstatten die bereits geleisteten Zahlungen nicht. Deshalb ist es umso wichtiger, auch auf die Kosten zu achten.

Am besten ist es natürlich, wenn ein Stipendium vergeben wird. Allerdings halten sich die Möglichkeiten in Grenzen. Gute Leistungen, die sich vor allem in Form erstklassiger Noten bemerkbar machen, sind im Regelfall die Voraussetzung, um den Schulaufenthalt im Ausland per Stipendium angehen zu können.