Wie Umschulungsangebote gefunden werden

Eine Umschulung eröffnet neue berufliche Möglichkeiten. Doch gute Umschulungsangebote muss man auf dem Arbeitsmarkt sehr gezielt suchen.

Es gibt Berufe, die kaum noch eine Zukunft haben. Bestimmte Branchen haben in den vergangenen Jahren stark an Bedeutung verloren. Wer einen solchen Beruf erlernt hat, lebt oftmals in ständiger Angst, bald arbeitslos zu werden. Damit dieser Fall gar nicht erst eintritt, spielen viele Betroffene mit dem Gedanken, eine Umschulung zu machen. Dasselbe gilt auch für Arbeitslose: Sie haben erkannt, dass sie mit ihren Berufskenntnisse keine Chance auf dem Arbeitsmarkt haben und deshalb eine andere Richtung einschlagen müssen.

Natürlich wäre es auch möglich, eine klassische Berufsausbildung zu machen und auf diesem Weg einen neuen Beruf zu erlernen. Allerdings besteht häufig das Problem, dass man auf ein höheres Einkommen angewiesen ist, um die eigene Familie ernähren bzw. um den Lebensunterhalt bestreiten zu können. Folglich bleibt die Umschulung als einziger Ausweg: Das Ziel ist es, einen neuen Beruf zu erlernen und gleichzeitig einen finanzielle Unterstützung durch das Arbeitsamt bzw. die Agentur für Arbeit zu erhalten.

Umschulungsangebote gibt es leider nicht en Masse

Die Vorteile einer Berufsumschuldung gegenüber eine klassischen Lehre oder Ausbildung überwiegend eindeutig. Allerdings gibt es eine große Herausforderung: Es muss erst einmal ein Unternehmen bzw. ein Arbeitgeber gefunden werden, bei welchem die Umschulung gemacht wird. Dies ist leichter gesagt als getan: Die Nachfrage ist größer als das Angebot.

Aber es kommt nicht nur auf die Umschulungsangebote auf dem Arbeitsmarkt an. Wichtig ist die Erfüllung bestimmter Voraussetzungen. Die Agentur für Arbeit möchte prüfen, ob eine Person tatsächlich für eine Umschulung als geeignet scheint. Grundsätzlich gilt: Die Kandidaten, die aus Sicht der Agentur über das größte Potential verfügen, erhalten am ehesten eine Chance.

Alles in allem gilt das Thema als äußerst komplex, weshalb es umso wichtiger ist, eine professionelle Beratung in Anspruch zu nehmen. Es macht wenig Sinn, sich erst einmal eigenständig auf die Suche nach entsprechenden Plätzen und Programmen zu begeben, weil man am Ende doch auf die Agentur für Arbeit angewiesen ist. Umso hilfreicher ist es daher, einen Beratungstermin zu vereinbaren und dann vor Ort in Erfahrung zu bringen, welche konkreten Anforderungen erfüllt werden müssen. Wer die Voraussetzungen nicht erfüllt, sollte herausfinden, ob sich dies ändern lässt.

Potentielle Ausbildungsbetriebe am besten selbst kontaktieren

Wer die Voraussetzungen erfüllt, muss nur noch einen Arbeitgeber finden. Dies ist jedoch nicht immer einfach. Die Arbeitsämter vermitteln nur Stellen und Betriebe, die entsprechend gemeldet sind. Allerdings versuchen viele Unternehmen gar nicht, Umschulungen anzubieten. Daher kann Eigeninitiative nicht schaden. Es lohnt sich, auf dem Arbeitsmarkt gezielt nach Betrieben zu suchen, die reguläre Berufsausbildungen für den angestrebten Beruf anbieten. Dort bietet es sich an nachzufragen, ob man sich vorstellen kann, eine Umschulung durchzuführen. Auf diesem Weg gestaltet es sich oftmals leichter, schnell an einen Umschulungsplatz zu gelangen und somit die eigene berufliche Zukunft abzusichern.