Wie Sie das Fachabitur nachmachen können

Wer das Fachabitur nachmachen will, sollte sich gut informieren. Mehrere Schulen und Fortbildungswegen kommen je nach Bundesland in Frage.

Um ein Hochschulstudium beginnen zu können, muss man nicht zwingend über das Abitur verfügen. Die Voraussetzung für ein Studium an einer Fachhochschule ist die fachgebundene Hochschulreife, die auch häufig als Fachhochschulreife oder Abitur bezeichnet wird. Sie kann nicht nur auf dem ersten, sondern auch auf dem zweiten Bildungsweg erlangt werden, was besonders für diejenigen interessant ist, die berufstätig sind, aber trotzdem gerne studieren möchten.

Wer studieren möchte und nicht über das Abitur verfügt, sollte sich genau überlegen, wie er oder sie vorgehen möchte. Auf der einen Seite kann man das Abitur nachholen, auf der anderen Seite reicht es womöglich aus, auf das Fachabi zu setzen. Wer das Fachabitur nachmachen will, hat es zumeist deutlich leichter. Häufig kommen mehr Schulen in Frage und die Ausbildungsdauer bzw. die Gesamtschulzeit ist kürzer bemessen.

Ob die fachgebundene Hochschulreife ausreichend ist, hängt einzig und allein davon ab, an welcher Hochschule man studieren möchte. Wer an einer Universität studieren möchte, kommt an der allgemeinen Hochschulreife bzw. dem Abitur unter Umständen (auch Universitäten bieten heutzutage Bachelor-Studiengänge an) nicht vorbei. Sofern es an eine Fachhochschule gehen soll, reicht das Fachabi meist vollkommen aus.

Mehrere Schulen können besucht werden

Wer beschlossen hat, das Fachabitur nachmachen zu wollen, muss sich auf die Suche nach der passenden Schule bzw. Weiterbildungseinrichtung begeben. Das Spektrum an Möglichkeiten ist groß, wobei anzumerken ist, dass es auch auf das jeweilige Bundesland ankommt. In Bundesländern wie Baden-Württemberg oder Bayern gelten oftmals ganz andere Bedingungen und Richtlinien, als beispielsweise in Berlin oder Niedersachsen.

Zum Teil können ganz regulären Schulen besucht werden, die im Grunde dem ersten Bildungsweg entsprechend. Das Berufskolleg zählt beispielsweise dazu. Aber auch Abendschulen oder sogar Fernkurse können das Fernabi zugänglich machen. Interessenten, die mehr über ihre Möglichkeiten erfahren möchten, sollten sich mit Schulen vor Ort oder notfalls auch mit dem zuständigen Kultusministerium in Verbindung setzen, um an konkrete Informationen zu gelangen.

Im Übrigen kommt es auch darauf an, ob man wieder in Vollzeit zur Schule gehen möchte oder ob angestrebt wird, den Schulabschluss berufsbegleitend zu machen. Im Allgemeinen gilt, dass der klassische Schulbesuch meist schneller zur Fachhochschulreife führt.

Voraussetzungen um das Fachabitur nachmachen zu können

Der Besuch einer Schule, deren Abschluss zum Studium an einer Hochschule berechtigt, kann nur erfolgen, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden. Auch hier gilt, dass je nach Schule und Bundesland unterschiedliche Anforderungen gelten. In den meisten Fällen wird vorausgesetzt, dass die mittlere Reife erlangt und außerdem eine Berufsausbildung abgeschlossen wurde. Wer eine Ausbildung erfolgreich abgeschlossen hat, kann die Schulausbildung unter Umständen jedoch auch ohne Realschulabschluss beginnen. Hier kommt es ganz auf die jeweilige Situation an.

Ob der Schulbesuch entsprechende Kosten nach sich zieht, hängt ebenfalls von der Wahl der Schule ab. In den meisten Fällen können die Schulen regulär besucht werden, sodass keine Kosten entstehen. Wer auf Fernkurse oder Fernlehrgänge (Fernstudium) setzt, muss ggf. Schulgebühren entrichten. Derselbe Fall kann eintreten, wenn man sich für den Besuch einer Abendschule entscheidet. Welche Kosten entstehen, kann im Allgemeinen nur schwer gesagt werden, zumal auch die Ausbildungsdauer eine wichtige Rolle spielt. Sofern Kosten anfallen, ist jedoch unter Umständen die Möglichkeit gegeben, diese steuerlich geltend zu machen. Wer diesbezüglich mehr erfahren möchte, sollte sich bei der Schule oder bei einem Steuerexperten erkundigen.