Wie der Bildungsscheck die Weiterbildung günstiger macht

Wer sich beruflich fortbilden möchte, kann mit dem Bildungsscheck bares Geld sparen. Viele Weiterbildungsprogramme kommen in Frage und werden gefördert.

Das Konzept des Bildungsgutscheins erfreut sich einer großen Beliebtheit. Allerdings ist es nicht jedermann zugänglich. Wer sich in einem gesicherten Beschäftigungsverhältnis befindet, hat es vergleichsweise schwer, eine Kostenübernahme durch den Staat zu erhalten. Lediglich in Nordrhein-Westfalen sieht die Lage ein wenig anders aus. Dort gibt es nämlich den Bildungsscheck, der Arbeitnehmern und Unternehmen in Sachen Fortbildung finanziell unter die Arme greift.

Gleich an dieser Stelle muss vorweggenommen werden, dass sich die Grundlagen und Voraussetzungen leider schon mehrfach geändert haben. Förderbindungen und Förderbeträge wurden angepasst und es ist davon auszugehen, dass es in Zukunft noch weitere Anpassungen geben wird. Daher können an dieser Stelle nur allgemeine Informationen wiedergegeben werden. Außerdem ist es denkbar, dass dieses Förderkonzept wieder vom Markt verschwindet.

Angestellte sparen Geld bei der Fortbildung

Der Bildungsscheck erlaubt es Arbeitnehmern, an verschiedenen Weiterbildungsmaßnahmen teilzunehmen. Die Fortbildungen sollen zur beruflichen Absicherung dienen. Das Förderkonzept sieht vor, dass ein Teil der Kosten vom Bundesland NRW getragen wird. Der Arbeitnehmer erhält einen Zuschuss, der allerdings begrenzt ist. Außerdem wird immer nur anteilmäßig bezuschusst, sodass Teilkosten der Ausbildung aus eigener Tasche zu tragen sind. Ob der Arbeitgeber einen Zuschuss gewährt, bleibt diesem selbst überlassen.

Für Interessenten kann dies bedeuten, gut die Hälfte der Kosten selbst tragen zu müssen. Es ist aber auch denkbar, dass sich der Arbeitgeber erkenntlich zeigt und den Restbetrag übernimmt. Hierbei kommt es ganz auf das jeweilige Unternehmen und meist auch auf das Verhandlungsgeschick des Mitarbeiters an.

Wofür der Bildungsscheck eingelöst werden kann

Das Spektrum an Fortbildungsmaßnahmen, die über den Bildungsscheck gefördert werden, ist vergleichsweise groß. Im Grunde ist es nur wichtig, dass die Weiterbildung in Verbindung mit dem Beruf dient und beispielsweise dazu beiträgt, die Chancen im Job (Jobsicherheit und Karriere) zu verbessern. Dementsprechend können Seminare oder Kurse sehr berufsbezogen sein. Aber auf der anderen Seite finden sich Fortbildungen wieder, die fast jede Berufsgruppe ansprechen. Man denke nur an die Teilnahme an Sprachkursen. Englischkurse sind das beste Beispiel für Workshops, die nahezu durchweg gefördert werden.

Damit die Gelder dem Förderkonzept entsprechend verwendet werden, ist eine Absegnung erforderlich. Es muss die Zustimmung der Kostenübernahme vorliegen. Sollten beispielsweise Fortbildungen in Anspruch genommen werden, die nicht mit dem Beruf in Verbindung stehen und eher von privatem Interesse sind, wäre eine Absage denkbar.