Per Bildungsgutschein die berufliche Zukunft absichern

Es lohnt sich, nach dem Bildungsgutschein beim Arbeitsamt bzw. der Agentur für Arbeit zu fragen. Wer die Voraussetzungen erfüllt, darf Weiterbildung genießen.

Zunehmend mehr Berufstätige sowie auch Arbeitslose haben schon einmal vom so genannten Bildungsgutschein gehört und stellen sich die Frage, ob auch für sie die Möglichkeit besteht, ihn zu erhalten bzw. zu nutzen. Allerdings müssen fast alle Interessenten zugeben, dass sie nicht genau wissen, ob sie die geltenden Voraussetzungen erfüllen und ihn daher beantragen können.

Zunächst einmal ist anzumerken, dass es sich hierbei um ein relativ komplexes Thema handelt. Ob die Möglichkeit besteht, einen Gutschein oder auch Bildungsscheck zu erhalten, ist stets eine Entscheidungssache des Arbeitsamts bzw. der Agentur für Arbeit. Dort wird stets einzeln darüber entschieden, ob die Kosten für eine Ausbildung übernommen werden. Dementsprechend besteht endgültige Gewissheit erst dann, wenn ein Antrag gestellt und dieser entweder genehmigt und abgelehnt wurde.

Wie Bildungsgutscheine helfen können

Es gilt zu verstehen, aus welchem Grund entsprechende Gutscheine überhaupt vergeben werden. Der Sinn und Zweck ist im Grunde genommen sehr einfach. Es geht darum, einen Arbeitnehmer fortzubilden und dadurch eine Arbeitslosigkeit zu verhindern. Zu diesem Zweck werden gezielte Fortbildungsmaßnahmen oder Weiterbildungsmaßnahmen in Anspruch genommen. Entweder bleibt die Person dadurch für den Arbeitgeber interessant oder es fällt ihr leichter, einen Job bei einem anderen Unternehmen zu finden.

Auch Arbeitslose können unter Umständen in den Genuss kommen, einen Bildungsscheck zu erhalten. Hier ist das Konzept ebenfalls relativ simpel: Eine gezielte Weiterbildung soll dazu beitragen, die Kompetenzen zu erweitern und somit die Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu steigern. Im Grunde müssen die Agentur für Arbeit schlichtweg nur darüber entscheiden, ob eine Weiterbildung (Kurse, Schulungen oder Seminare) hilft, das angestrebte Ziel zu erreichen.

Weitere Voraussetzungen müssen erfüllt werden

Aber auch die einzelne Maßnahme, die in Anspruch genommen werden soll, spielt eine wichtige Rolle. Zunächst einmal muss der Weiterbildungsanbieter anerkannt sein. Es ist also nicht möglich, sich bei einem x-beliebigen Anbieter fortzubilden. Des Weiteren wird auch die einzelne Maßnahme genau angesehen und bewertet: Es muss offensichtlich sein, dass die vermittelten Kenntnisse dazu beitragen, die Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern.

Wer Interesse hat bzw. einen Nutzen sieht, sollte den gewünschten Bildungsgutschein auf jeden Fall beantragen. Übrigens ist es immer gut, eine direkte und vor allem ausführliche Begründung abzuliefern, weshalb der Gutschein für Weiterbildung im eigenen Fall so hilfreich ist. Eine plausible Begründung kann maßgeblich dazu beitragen, die Aussicht auf einen Erhalt zu verbessern.

Allerdings gibt es auch noch weitere Voraussetzungen. So wird zum Beispiel vorausgesetzt, dass mindestens drei Jahre an Berufserfahrung bestehen. Eine vollständig abgeschlossene Berufsausbildung, die drei Jahre angedauert hat, wird oftmals auch anerkannt. Wer Genaueres erfahren möchte, sollte sich mit dem zuständigen Arbeitsamt bzw. mit der Agentur für Arbeit in Verbindung setzen.