Was die Verdachtskündigung für Arbeitnehmer bedeutet

Eine Verdachtskündigung führt nicht immer zum Jobverlust. Arbeitnehmer können sich oftmals erfolgreich gegen diese Kündigung wehren.

Sollte der Arbeitgeber den begründeten Verdacht haben, dass ein Mitarbeiter das für das Arbeitsverhältnis erforderliche Vertrauen zerstört hat, kann er eine Verdachtskündigung aussprechen. Allerdings muss der Arbeitgeber vorher alle zumutbaren Maßnahmen getroffen haben, den entsprechenden Sachverhalt aufzuklären. Sollte sich nach der Kündigung herausstellen, dass der Mitarbeiter Unschuldig war, so hat er Anspruch auf eine Wiederanstellung.

Im Allgemeinen gilt die Verdachtskündigung als ein vergleichsweise schwieriges Thema. Wie es der Name bereits ausdrückt, wird bei Veracht gekündigt. Die Frage ist immer, ob sich ein Arbeitnehmer wehrt und sich der Chef bzw. der Arbeitgeber anschließend in der Lage befindet, den Verdacht zu bestätigen und beispielsweise entsprechende Beweise zu bringen. Denn längst nicht immer sind die Voraussetzungen für eine gerechtfertigte Kündigung gegeben. So mancher Geschäftsführer nutzt diese Kündigung als Mittel, um sich unliebsamer Angestellter zu entledigen.

Dementsprechend können sich Arbeiter und Angestellte relativ gut wehren. Am leichtesten gestaltet sich dies in großen Unternehmen, in denen ein Betriebsrat installiert ist. Auf diesem Weg kann Beschwerde eingelegt werden oder es bietet sich zumindest die Chance, einen Rat einzuholen. Dies ist einfacher, als einen Fachanwalt für Arbeitsrecht einzuschalten. Aber auch dieser Schritt kann sich lohnen - zumindest kann der Rechtsexperte eine Auskunft darüber geben, inwiefern die Kündigung als gerechtfertigt oder rechtskräftig gilt. Allerdings sollte beim Gang zum Anwalt berücksichtigt werden, dass unter Umständen hohe Kosten drohen. Daher gilt es entsprechende Schritte immer genau abzuwägen.

Abschließend sei angemerkt, dass Kündigungen, die von Unternehmen auf Verdacht ausgesprochen werden, durchaus gerechtfertigt sein können. Es ist schon häufiger vorgekommen, dass Arbeitgeber vor dem Arbeitsgericht sogar Recht bekommen haben. Es kommt eben auch stets darauf an, aus welchem Grund die Kündigung ausgesprochen wird.

Wer verbindliche Informationen zu diesem Thema wünscht, sollte sich mit Rechtsliteratur eindecken oder einen Fachanwalt einschalten.