Die rechtlichen Aspekte der Probezeit

Hier können Sie alle Fakten zur rechtlichen Probezeit nachlesen. Angefangen beim Arbeitsvertrag, über die Dauer bis hin zum Kündigungsschutz.

Es gibt kaum Arbeitsverträge in denen ausdrücklich keine Probezeit vereinbart wird. Im Normalfall beträgt sie drei oder sechs Monate, womit das gesetzliche Maximum auch schon erreicht ist. Momentan aber, ist die Diskussion groß, ob die Dauer der Probezeit nicht auf 24 Monate ausgedehnt werden sollte, wie es zum Beispiel schon in Frankreich der Fall ist.

Der Arbeitgeber hat zwei verschiedene Möglichkeiten, um mit dem Arbeitnehmer eine Probezeit zu vereinbaren. Die erste Möglichkeit ist ein befristeter Probearbeitsvertrag. Bei diesem wird das Beschäftigungsverhältnis automatisch nach einer gewissen Zeit beendet und eine Kündigung ist nicht notwendig. Allerdings bedarf es einer speziellen Vereinbarung, wenn das Probearbeitsverhältnis in ein unbefristetes oder befristetes Arbeitverhältnis nach Ablauf der Frist automatisch umgewandelt werden soll. Die andere Möglichkeit, welche auch weitaus häufiger genutzt wird, ist in einen Arbeitsvertrag, für eine unbefristete oder befristete Anstellung, eine Probezeit zu vereinbaren.

In beiden Fällen kann innerhalb der Probezeit eine Kündigung von beiden Seiten ohne einen bestimmten Grund ausgesprochen werden. Die Kündigungsfrist beträgt aus dem gesetzlichen Gesichtspunkt 14 Tage, es können aber auch kürzere Kündigungsfristen vereinbart werden, jedoch keine längeren.

Einer der großen Nachteile der Probezeit ist, dass der Arbeitnehmer keinen Urlaubsanspruch hat. Dies bedeutet nicht, dass ihm keine Urlaubstage zustehen, sondern einfach, dass er eventuell seinen Urlaub nicht während der Probezeit nehmen kann, sondern erst wenn diese vorüber ist.