Die ordentliche Kündigung und die Bedeutung für Arbeitnehmer

Die ordentliche Kündigung ist die am häufigsten ausgesprochene Kündigung. Doch nicht immer können Arbeitnehmer so gekündigt werden.

Nur Mitarbeiter die länger als sechs Monate im Betrieb beschäftigt waren können ordentlich gekündigt werden. Wenn eine ordentliche Kündigung ausgesprochen wird bedeutet dies, dass sie dem Arbeitnehmer Schriftlich vorliegen muss, dass gewisse Kündigungsfristen eingehalten werden und die Angabe von Gründen die Kündigung rechtfertigt. Das Kündigungsschutzgesetz unterscheidet insoweit drei Gründe: betriebsbedingte, verhaltensbedingte und personenbedingte. Hat der Arbeitgeber entschieden Arbeitsplätze abzubauen oder sein Unternehmen ganz oder teilweise zu schließen, kann er seine Mitarbeiter betriebsbedingt kündigen. Damit dieser Kündigungsgrund rechtswirksam ist muss aber eine vorige Sozialauswahl stattfinden. In Betrieben in denen mehr als fünf Mitarbeiter beschäftigt sind, muss seit dem Jahr 2004 darauf geachtet werden, dass ordentliche Kündigungen sozial gerechtfertigt sein müssen, da sie sonst unwirksam sind. Für den Laien übersetzt bedeutet das, dass der aufgeführte Kündigungsgrund bestimmte Sonderrechte des Mitarbeiters nicht verletzen darf. Angenommen in einem kleinen Unternehmen arbeiten zwei Mitarbeiter seit 2 Jahren, beide sind männlich und ungefähr gleich alt. Beide sind beide gleich gut qualifiziert und beide arbeiten in der gleichen Position. Einer der beiden ist Single und er andere ist ein Familienvater von zwei Kindern. Der Arbeitgeber ist in so einer Situation gesetzlich verpflichtet der Familienvater zu schützen und muss deshalb dem anderen Mitarbeiter die Kündigung aussprechen.

Bei einer verhaltensbedingter Kündigung hat der Arbeitnehmer meist mehrer Abmahnungen wegen eines Fehlverhaltens (zum Beispiel wegen mehrfacher Verspätung) bekommen, hat sich aber weiterhin nicht an die Vertraglichen Regeln gehalten und kann deshalb aus diesem Grund fristgerecht gekündigt werden. Bei einer Personenbedingten Kündigung ist der Grund einer Kündigung direkt beim Mitarbeiter zu suchen. Beispielsweise kann eine Kündigung wegen langer Krankheit oder Verlust des Führerscheins bei Kraftfahrern zu einer Kündigung führen.