Mutterschutz: Definition und Fakten im Überblick

Mutterschutz und Elternzeit sind für Arbeitnehmer wichtige Themen. Es lohnt sich, die Dauer zu berechnen und die persönlichen Möglichkeiten zu prüfen.

In Deutschland wird der Mutterschutz im Mutterschutzgesetz eindeutig geregelt, hier sind alle Rechte und Pflichten für werdende Mütter festgelegt. Für die Mutter besteht während der Schwangerschaft und den ersten vier Monaten nach der Entbindung ein mit bis auf wenige Ausnahmen geltender, absoluter Kündigungsschutz. Diese Ausnahmen sind beispielsweise die Insolvenz des Unternehmens, eine Stilllegung des Betriebs, die besonders schwere Pflichtverletzung der Mitarbeiterin oder auch wenn das Unternehmen nicht ohne qualifizierte Ersatzkraft fortgeführt werden kann. Der letzte Punkt gilt allerdings nur für kleine Unternehmen und ist auch eher die Ausnahme der Ausnahmen.

Damit die Mutterschutzgesetze auch greifen können, muss die Schwangerschaft vom Arzt attestiert sein. Um den Beginn der Schwangerschaft zu bestimmen, werden 280 Tage vom Tag der Geburt zurückgerechnet. Der Mutterschutz beginnt dann 6 Wochen vor der Geburt. Ab diesem Zeitpunkt dürfen Mütter dann nicht mehr arbeiten gehen, außer sie verlangen es ausdrücklich. Nach der Entbindung dürfen die frisch gebackenen Mütter dann mindestens 8 Wochen nicht arbeiten gehen. Bei Mehrlings- oder Frühgeburten sind 12 Wochen die Regel. Auch ich der Elternzeit besteht der Kündigungsschutz über den kompletten Zeitraum hinweg. Der Kündigungsschutz bei Schwangerschaft gilt auch vor Arbeitsantritt. Dieser Kündungsschutz kann erlöschen, wenn dem Arbeitgeber über einen längeren Zeitraum die Schwangerschaft verschwiegen wird und kein ärztliches Zeugnis übermittelt wird.