Übersicht der Kündigungsfristen für Arbeitnehmer und Arbeitgeber

Neben den gesetzlichen Kündigungsfristen können Arbeitgeber und Arbeitnehmer auch eigene Fristen im Arbeitsvertrag festhalten.

Kündigungsfristen können entweder im Arbeitsvertrag oder im Tarifvertrag festgelegt sein. Sie Kündigungsfristen können individuell gestaltet sein, dürfen jedoch nicht, gegen das im BGB festgelegte geltende Recht, verstoßen.

Kündigungsfristen: Wer legt sie fest und wie lang können sie sein?

Innerhalb der Probezeit ist eine zweiwöchige Kündigungsfrist gesetzlich vorgeschrieben. Nachdem man die Probezeit überstanden hat, können sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer eine Kündigung mit einer Frist von vier Wochen aussprechen. Diese Kündigung kann zum Fünfzehnten oder zum Ende eines Kalendermonats erfolgen.

Sollte der Mitarbeiter länger als ein Jahr im Unternehmen beschäftigt sein, sieht das Arbeitsrecht bzw. das Gesetz vor, dass sich auch die Kündigungsfristen zumindest für den Arbeitgeber verlängern. Dies geschieht zu Schutz des Mitarbeiters, denn umso länger man in einem Unternehmen beschäftigt war, umso schwieriger ist es meist, wieder einen neuen Job zu finden. Zum Beispiel ist die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber nach acht Jahren schon drei Monate zum Monatsende. Aus gesetzlicher Sicht ändern sich die Kündigungsfristen des Arbeitnehmers nicht und bleiben konstant bei vier Wochen. Jedoch werden meist in Arbeitsverträgen auch für den Arbeitnehmer andere Kündigungsfristen vereinbart. Dies ist gesetzlich auch immer zulässig, solange der Arbeitnehmer nie längere Kündigungsfristen einhalten muss als der der Arbeitgeber.