Wie eine Personalberatung bei der Jobsuche tatsächlich helfen kann

Per Bewerbung bei einer Personalberatung kann man schneller einen Job finden. Jedoch gilt es Personalberater oder Headhunter ganz bewusst auszuwählen.

Wer online nach Jobangeboten sucht, wird mit Sicherheit schon festgestellt haben, dass man heutzutage auf eine vergleichsweise große Anzahl an Stellenangeboten stößt, die von Personalberatungen ausgeschrieben sind. Je nach Stellenbörse stößt man zum Teil sogar fast nur noch auf Stellenanzeigen dieser Art. So mancher Jobsuchende weiß jedoch nicht, wie diese Anzeigen einzuordnen sind bzw. ob es sich lohnen kann, eine Bewerbung bei einem Personalberater einzureichen.

Dies ist ein schwieriges Thema, weil es immer ganz auf den Einzelfall ankommt. Außerdem herrschen zum Teil ganz unterschiedliche Meinungen vor. Deshalb muss jeder Arbeitssuchende im Endeffekt für sich selbst herausfinden und entscheiden, ob er oder sie sich bei einer Personalberatung bewerben möchte oder ob es besser ist, einen anderen Weg zu wählen.

Welche Chancen ein Headhunter bietet

Allgemein ist es empfehlenswert, diesen Schritt zu gehen und eine Bewerbung einzureichen. Schließlich können sich dadurch ganz neue Möglichkeiten eröffnen. Es ist nämlich längst nicht so, dass alle Unternehmen ihre Stellen offen ausschreiben. Einige Vakanzen werden exklusiv über Jobvermittler besetzt, weshalb eine solche Bewerbung auch die Chance bietet, an Stellen zu gelangen, die sonst überhaupt nicht zugänglich wären.

Zugleich gelten Personalberater als relativ gut vernetzt. Meist betreuen sich eine größere Anzahl an Kunden, wodurch sich einem wiederum die Chance bietet, vielen potentiellen Arbeitgebern unterzukommen. Im Prinzip wird es mit nur einer einzigen Bewerbung möglich, viele Unternehmen anzusprechen und somit die Wahrscheinlichkeit, schon bald einem neuen Job nachzugehen, relativ groß ist.

Bewerbung bei einer Personalberatung: Hier liegen die Probleme

Allerdings existieren nicht nur Vorteile. Eines der größten Probleme besteht darin, dass die Headhunter im Endeffekt nur als Vermittler auftreten. Dies hat zunächst einmal zur Folge, dass eine Weiterleitung der Bewerbungsunterlagen an potentielle Arbeitgeber nicht gewährleistet ist. Des Weiteren liegt die Entscheidungsmacht nicht beim Personalberater. Letzten Endes entscheidet einzig und allein der Arbeitgeber darüber, ob eine Person eingestellt wird oder nicht.

Ein weiterer Punkt, der unbedingt berücksichtigt werden muss, ist die Zielgruppe der Personalberater. Vor allem Geringqualifizierte setzen oftmals große Hoffnungen in eine Bewerbung bei einer Personalberatung. Doch gerade Jobs dieser Art werden am wenigsten vermittelt. In diesem Bereich (wenn es beispielsweise um die Einstellung von Hilfskräften geht) tun sich die Arbeitgeber mit der Personalsuche vergleichsweise leicht, sodass sie auf die Unterstützung von Jobvermittlungen nicht angewiesen sind.

In erster Linie ist eine Bewerbung besonders für diejenigen interessant, die über eine erstklassige Ausbildung verfügen und somit als aussichtsreiche Kandidaten für eine Stellenbesetzung gelten. Allerdings ist auch klar, dass gerade diese Bewerber selbst relativ hohe Chancen haben und deshalb nur bedingt auf Personalberater angewiesen sind.

Deshalb ist es auch so wichtig, sich im Vorfeld über Vermittler und Berater zu informieren. Es gilt zu prüfen, ob man ins Profil passt bzw. eine Vermittlung auch tatsächlich in Aussicht steht. Zudem sollte Vorsicht geboten sein, wenn es um Jobs geht, die sich an Geringqualifizierte richten. Denn seriöse Beratungsfirmen verlangen von der Jobsuchenden kein Geld. Sollte Bewerbern ein Job in Aussicht gestellt werden, wenn sie eine Gebühr bezahlt haben, gilt es vorsichtig zu sein: Diese Art von Jobvermittlung ist nicht gerade seriös.