Wie das Notensystem beim Arbeitszeugnis funktioniert

In diesem Artikel verraten wir Ihnen, wie Arbeitgeber in Arbeitszeugnissen Bewertungen beziehungsweise sogar ein richtiges Notensystem verschleiert einbauen.

Eigentlich hört sich Ihr Arbeitszeugnis gar nicht so schlecht an, aber Sie wissen nicht so genau, ob dies auch wirklich so ist? Mit der Hilfe einer der Zufriedenheitsklausel können Sie herausfinden, was Ihr Chef wirklich über Sie denkt. Das Prinzip ist einfach, mit Hilfe des Schulnotensystems kann man Aussagen, die zum Beispiel die Zufriedenheit betreffen, gut dechiffrieren. Hat man einmal das Prinzip verstanden kann man es bei vielen weiteren Formulierungen anwenden.

Notensystem - wie Sie herausfinden was Ihr Chef wirklich über Sie sagen wollte

Sehr gute Leistungen wurden Ihnen bestätigt, wenn in Ihrem Arbeitszeugnis zum Beispiel steht: ".... stets zu unserer vollsten Zufriedenheit." Achtung: eigentlich gibt es das Wort vollste im deutschen Sprachgebrauch nicht und deshalb weigern sich Arbeitgeber manchmal, dieses Wort im Arbeitszeugnis zu benutzen. Sie schreiben dann zur vollen Zufriedenheit, was dann auch ein sehr gut darstellen soll.

Als gut wurden Ihre Leistungen empfunden, wenn Dinge wie: "... jederzeit zu unserer vollen Zufriedenheit" in Ihrem Arbeitszeugnis stehen.

"... er handelte zu unserer vollen Zufriedenheit" können Sie in der Notenskala bei drei, also befriedigend einordnen.

Wenn Aufgaben nur, zur Zufriedenheit erledigt wurden, bedeutet dies die Note vier, also nur noch ausreichend.

Mangelhafte Leistung wird Ihnen bestätigt, wenn Sie Formulierungen wie zum Beispiel: "... im Großen und Ganzen wurden die Aufgaben zu unsere Zufriedenheit erledigt" in Ihrem Arbeitszeugnis finden.