Wie Sie eine Gehaltsverhandlung am besten angehen

Hier erfahren Sie, wie Sie bei der Gehaltsverhandlung am besten vorgehen, um mit Erfolg ein möglichst hohes Gehalt beim Chef oder Vorgesetzten auszuhandeln.

Bevor es im neuen Job losgeht, geht es natürlich auch darum, die Höhe des Gehalts zu verhandeln - doch um eine gute Verhandlungsposition einnehmen zu können, muss man darüber bescheid wissen, bis zu welcher Gehaltshöhe man pokern kann. Besonders bei der ersten Arbeitsstelle fällt es dem Bewerber schwer sein Gehalt richtig einzuschätzen. Aus diesem Grund sollte man sich im Vorfeld gut über die Gehaltshöhe innerhalb der jeweiligen Branche informieren. Gute Quellen sind Verwandte, Freunde oder Bekannte die aus eigener beruflicher Erfahrung berichten können. Weitere Quellen sind Gewerkschaften, Berufsverbände und Personalberatungen.

Verdienen Sie was Sie wert sind?

Zusätzlich zum Gehalt können vom Arbeitgeber auch Vergütungen in folgender Form angeboten werden:

  • Aktienoptionen
  • Sozialleistungen
  • Weiterbildung
  • Firmenwagen
  • Erstattung der Umzugskosten
  • Firmeneigener Kindergarten
  • Leistungsorientierte Vergütung / Prämien

Kriterien für ein höheres Gehalt

Durch Zusatzqualifikationen, wie Promotion, MBA, Weiterbildungen oder Spracherfahrungen kann sich das jeweilige branchenübliche Gehalt erhöhen. Ebenfalls spielen herbei auch Alter und Lebenssituation (Familienstand, Kinder) eine bedeutende Rolle.

Die Gehaltsverhandlung

Wenn Sie in einem Vorstellungsgespräch nach Ihren Gehaltsvorstellungen gefragt werden, dann nennen Sie einen finanziellen Rahmen in dem sich Ihre Gehaltsvorstellungen bewegen oder bitten Sie um ein Angebot. Bitte Vergessen Sie dabei nicht die schon erwähnten Zusatzleistungen, die ebenfalls erst verhandelt werden müssen. Wichtig ist, dass Sie sich nicht unter Wert verkaufen, aber setzen Sie Ihr Wunschgehalt auch nicht zu hoch an, versuchen Sie einen Mittelweg zu finden. Besonders am Anfang sollte man nicht zu viel erwarten - schließlich muss man erst einmal dem Arbeitgeber beweisen, dass man für den Job geeignet ist. Und sollte das der Fall sein, dann wird das Gehalt automatisch steigen.

Eine gründliche Vorbereitung ist wichtig

Wie gut jemand in den Verhandlungen um eine Gehaltserhöhung abschneidet, hängt maßgeblich von seiner Vorbereitung ab. Es ist davon auszugehen, dass ein Vorgesetzter nicht auf Anhieb zustimmen wird, sondern erst einmal ein paar Argumente anführen wird, die gegen eine Gehaltserhöhung sprechen. Deshalb ist es umso wichtiger, die Gehaltsverhandlung vorzubereiten. Zum einen gilt es Argumente zu nennen (am besten auch Beispiele anführen), weshalb man ein höheres Einkommen verdient hat, zum anderen gilt es Argumente zu ermitteln, die von der Gegenseite kommen. Dann müssen Argumente zur Entkräftung gefunden werden, damit man letztlich den Raum als Sieger verlässt.

Diesbezüglich muss ergänzt werden, dass es falsch ist, die Gegenargumente wie aus der Pistole abzufeuern. Wer seinem Gegenüber keine Chance lässt, macht keinen guten Eindruck. Zu kalt sollte man daher nicht verhandeln. Anstatt dem Chef gleich ins Wort zu fallen und Gegenargumente abzufeuern, sollte man ihn ausreden lassen und die einzelnen Punkte dann nach und nach vernünftig aufgreifen und dabei entkräften. Mit dieser Verhandlungsstrategie hat man im Regelfall den größten Erfolg.