Wie einem das Absageschreiben noch helfen kann

Beim Absageschreiben greifen viele Unternehmen auf eine Vorlage zurück. Trotzdem kann es aber vorkommen, dass den Personalern grobe Fehler unterlaufen.

Wenn eine Bewerbung nicht zündet, wird der Bewerber im Regelfall relativ schnell informiert. Das Unternehmen verschickt eine Absage, aus welcher hervorgeht, dass die Bewerbung nicht erfolgreich verlaufen ist. Zusätzlich wird ein Grund angeführt, weshalb es mit dem Bewerben nicht geklappt hat bzw. weshalb man als Arbeitnehmer für das Unternehmen nicht in Frage kommt.

Im Grunde kann man mit einem Absageschreiben nicht viel anfangen. Wenn eine Absage vorliegt, hat sich die Sache im Regelfall erledigt. Die große Kunst besteht dann darin, sich nicht herunterziehen oder gar klein kriegen zu lassen. Stattdessen gilt es sich weiterhin auf dem Arbeitsmarkt umzusehen bzw. nach offenen Stellen zu suchen und sich zu bewerben.

Beschwerde gegen das Absageschreiben einlegen

Nun ist es so, dass einige Bewerber bewusst gegen Unternehmen vorgehen, wenn ihnen eine Absage erteilt wird. Genau betrachtet bringt diese Vorgehensweise nicht besonders viel. Je nach Grund ist es durchaus möglich, sich zu wehren und beispielsweise rechtliche Schritte einzuleiten. Es gibt tatsächlich Bewerber, die gegen potentielle Arbeitgeber bzw. gegen deren Absagebegründungen erfolgreich vor dem Arbeitsgericht geklagt haben.

Allerdings bringen diese Klagen nicht sehr viel. Die Wahrscheinlichkeit, trotzdem eingestellt zu werden, gilt als äußerst gering. Wenn ein Unternehmen von einer Person verklagt wird, besteht normalerweise kein Interesse daran, genau diese Person zu beschäftigen. Dementsprechend wird mit hoher Wahrscheinlichkeit ein neuer Absagegrund nachgereicht.

Wehren kann man sich, wenn der Grund bzw. das angeführte Argument absolute sinnlos oder gar diskriminierend ist. Sollte ein Bewerber aufgrund seines Geschlechts oder seiner Hautfarbe abgelehnt werden, kann er sich relativ gut dagegen wehren. Allerdings sind sich die meisten Arbeitgeber dieser Tatsache mittlerweile nur allzu gut bewusst und sind beim Formulieren ihrer Absageschreiben vorsichtiger.

Häufig kann man nichts tun

Wenn einem zum Beispiel mitgeteilt wird, dass es gelungen ist, einen besseren Kandidaten zu finden, hat man ziemlich schlechte Chancen. Dasselbe ist der Fall, wenn sich das Unternehmen für die interne Stellenbesetzung entschieden hat. Dies sind Ablehnungsgründe, bei denen man es schwer hat, sich zur Wehr zu setzen.

Dennoch kann es empfehlenswert sein, sich mit dem potentiellen Arbeitgeber in Verbindung zu setzen. Es lohnt sich fast immer nachzufragen, weshalb man abgelehnt wurde. Einige Personaler sind auskunftsfreudig und können beispielsweise Tipps mit auf den Weg geben, damit die nächste Bewerbung besser ausfällt. Diese Chance sollte man ruhig nutzen, denn manchmal können die Tipps in der Tat dazu führen, dass es bei der nächsten Bewerbung viel besser läuft. Denn am Ende geht es darum, dass man am Ball bleibt und sich weiterhin bewirbt.